Fünf Sportmythen im Check…

…und Tipp`s zur erfolgreichen Bekämpfung.

Dem Sixpack auf der Spur (© Andrew Poplavsky)

Verwandeln Sie Fettpolster innerhalb 15 Minuten in Muskeln!
Wenn ich solche abstrusen Theorien lese oder höre, rollt es mir sämtliche Finger- und Zehennägel in die Höhe.
Kennen Sie sie nicht auch, die Sport- und Fitnessmythen? Irgendwo kurz aufgeschnappt oder in einem bunten Heftchen gelesen?
Es ist ganz einfach: Du kannst in 15 Minuten nicht das korrigieren, was Du in 15 Jahren versäumt hast!

Dehnen macht den Muskel länger und beugt Muskelkater vor

Dehnen macht den Muskel nicht länger und Muskelkater wird auch nicht vorgebeugt!
Es hat sich die Theorie des verkürzten Muskels seit Jahrzehnten in unser Gedächtnis gebrannt. Allerdings wären wir ein anatomisches Wunder, wenn wir auf einer Körperseite kürzere Muskeln hätten als auf der anderen. Und dies nur, weil es uns auf einer Seite vielleicht schwerer fällt, mit den Fingern Richtung Boden zu kommen. Bei einem sogenannten „verkürzten“ Muskel handelt es sich um eine Unbeweglichkeit bzw. Mobilitätseinschränkung. Diese wiederum kann durch einseitige Belastung oder eine vorausgegangene Verletzung hervorgerufen worden sein. Durch ein gezieltes Beweglichkeitstraining kann dies aber meist wieder korrigiert werden.
Die Ursache der Unbeweglichkeit liegt oftmals im Gelenk. Ist das Gelenk unbeweglich, so kann es logischerweise auch die Bewegung nicht vollständig ausführen. Und genau das hat dann überhaupt nichts mehr mit einem verkürzten Muskel zu tun. 

Ob nun vor oder nach dem Sport gedehnt wird, bleibt jedem selbst überlassen. „So wie es Ihnen gut tut“, ist meine Devise. Die Dehnung nach dem Sport sollte allerdings statisch erfolgen, die Dehnposition über eine kurze Dauer gehalten werden. Dadurch wird der Muskeltonus, die Anspannung im Muskel, reduziert. Aber Achtung: Nach extremer Belastung soll die Dehneinheit erst nach mind. 30 Minuten oder später erfolgen, um dem Muskel etwas Regenerationszeit zu gönnen. Während dieser Zeit werden Abbauprodukte aus dem Muskel transportiert.

Vor dem Training ist die dynamische Dehnung sinnvoll, etwa durch leichtes „Hineinwippen“. Durch die Bewegung bleibt die Spannung im Muskel erhalten und die Verletzungsgefahr wird minimiert. 

Ich ziehe es für mich und für die Arbeit mit meinen Kunden vor dem eigentlichen Training vor, mit einer sanften Mobilisierung der großen Gelenke zu beginnen.
Beispiele hierfür sind Schulterkreisen, Hüftpendeln, die Beugung und Streckung der Wirbelsäule sowie Fußkreisen. Ebenso dienlich ist ein kurzes Faszientraining mit Hilfe einer Faszienrolle. Dies fördert ebenfalls die Durchblutung und kann sowohl als Warm-up und Regenerationsprogramm genutzt werden.

Bedeutet Fettverbrennung auch Fettabbau?

Kennen Sie diesen Satz: „Heute habe ich viel Fett verbrannt, ich habe eine Stunde im Fettverbrennungsbereich Sport gemacht“. Aber wieviel Gramm Fett hat dieser Mensch nun tatsächlich abgebaut?
Dieses Thema kann eigentlich nicht in einem Blog behandelt werden. Es ist zu intensiv und zu komplex und es gibt auch zu viele Meinungen und Gerüchte.

Auf jeden Fall ist Fettverbrennung nicht gleich Fettabau! Somit ist die Aussage „Die Fettverbrennung beginnt erst nach 30 Minuten“ auch beantwortet.
Die Fettverbrennung ist lediglich eine Form der Energiebereitstellung, genauso wie uns Kohlenhydrate Energie zur Verfügung stellen. Allerdings muss man wissen, wann die Fettverbrennung beginnt und wann Sie endet und dass es die Kohlenhydrate sind, welche die Fettpolster wachsen lassen.

Stellen Sie sich folgendes vor:  Sie starten den Motor Ihres Autos, fahren allerdings nicht los. Sie verbrennen zwar Benzin, aber nicht wirklich viel. Also eine eher einfache Übung für den Motor. Nun aber geben Sie Gas und je schneller Sie fahren, desto mehr steigt der Spritverbrauch. Was heisst das nun?

Das Grundrauschen, die Fettverbrennung, ist immer da, alleine um die lebenswichtigen Funktionen unserer Organe aufrecht zu halten. Dies geschieht immer in Fettverbrennung, bei der sogenannten „aeroben Energiebereitstellung“. Dazu wird immer Sauerstoff benötigt. Das ist der Bereich, in dem es auch angenehm ist, zu trainieren, bei einem eher niedrigen bis Puls.
Die „anaerobe Energiebereitstellung“ hingegen erfolgt zusätzlich mit Zuhilfenahme von Kohlenhydraten. Dies ist die intensive Variante beim Sport und wird bspw. bei Kurzstrecken, welche schnell zurückgelegt werden, benötigt. Beispiele sind Sprints beim Laufen, eine 100m Kraulstrecke oder ein hochintensives Intervalltraining. Dabei werden die Kohlenhydratspeicher angezapft und entleert. Diese Intensität kann natürlich nur von kurzer Dauer durchgeführt werden. Leere Kohlenhydratspeicher bedeuten somit keine Nahrung für die Fettzellen!

Für das „Sixpack“ muss die Bauchmuskulatur trainiert werden

Jeder von uns hat ein „Sixpack“ – wobei es anatomisch gesehen ein 8-Pack ist.
Dieses „Lifestyle-Gimmick“ ist bei jedem von uns vorhanden. Allerdings unter einer mehr oder weniger dicken Fettschicht.
Zu dem Thema „Fettabbau“ habe ich mich ausführlich geäussert. Nur durch hochintensives Training, wie beispielsweise Intervalltraining, wird effektiv Fett reduziert.

Zusätzlich spielen bis zu 70% der Fettreduzierung in der eigenen Küche ab, nämlich das, was Sie in Form von Essen zu sich nehmen. Glauben Sie daher nicht, dass es genügt, genau die Körperpartien zu trainieren, an denen Sie sich stören. Die „Rettungsringe“ werden nicht durch ein noch intensiveres Bauchtraining beseitigt, sondern am Herd!

Joggen ist schlecht für die Gelenke

Mein Favorit! 
Grundsätzlich stärkt Joggen und Laufen die Gelenke, vor allem bei einer guten Lauftechnik. Um diese zu erlernen oder zumindest zu kontrollieren, kann auf den Rat eines Profi`s (evtl. Ihr Personal Trainer) zurückgegriffen werden.

Ich möchte erwähnen, daß gerade der „Fersenlauf“ die Gelenke mehr belastet, da es zunächst wie ein Abbremsen wirkt. Besser ist es, mit dem Fuß flach aufzukommen, mit einer guten Körperhaltung leicht nach vorne. Ebenso empfehle ich ein begleitendes, funktionelles Krafttraining, um die Strukturen und Bänder, welche beim Laufen beansprucht werden, zu stärken und vor Verletzungen zu schützen.

Aber auch andere Faktoren hängen davon ab, wie sehr die Gelenke beim Joggen belastet werden. Starkes Übergewicht, der Untergrund (Asphalt, Waldboden etc.) oder das Schuhwerk spielen eine Rolle. Hier darf nicht gespart werden, benötigen Sie zum Laufen gehen nicht mehr als ein Paar Schuhe.

Joggen ist eine günstige und effektive Art, innerhalb kurzer Zeit viele Kalorien zu verbrennen, was sich wiederum positiv auf das Gewicht auswirkt und die Gelenke schont. Außerdem stärkt regelmäßiges Laufen Ihr Herz-Kreislauf- und Immunsystem und optimiert Ihr Atemvolumen, was eine Steigerung der Ausdauer mit sich bringt.

Keine Kohlenhydrate nach 20:00 Uhr

Woher weiss die Nudel, dass es 20:00 Uhr ist?
Kohlenhydrate sind unser Energielieferant Nr. 1. Sie sind nur dann „schlecht“, wenn sie nicht verbraucht werden und es sich um „schlechte“ Kohlenhydrate handelt.  Darunter fallen z. B. Weißbrot, Ofen- oder Bratkartoffeln, ergo auch Pommes.

Unverbrauchte Kohlenhydrate werden in Fettzellen umgewandelt. Wenn Sie aber wissen, dass tags darauf eine sportliche Einheit auf Ihrem Plan steht, so ist es auch unbedenklich, abends einmal einen Teller Vollkorn-Nudeln zu essen.

Trotzdem ist es ratsam, dies nicht zur Gewohnheit werden zu lassen. Gute Alternativen in Form von Gemüse, Fisch oder eiweißhaltigen Gerichten gibt es genug. Hier finden Sie eine Übersicht zu den einzelnen Kohlenhydratarten.

Letztendlich ist es ganz einfach: Das was oben `reinkommt, muss wieder hinaus. Bestenfalls ein bisschen mehr um eine negative Energiebilanz zu erzielen.


Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch zwei Dinge mit auf den Weg geben, um erfolgreich gegen die Sportmythen ankämpfen zu können:

Mobilität vor Stabilität – Beweglichkeit vor Kraft


Was nützt die ganze Kraft, wenn sie nicht in Bewegung umgesetzt werden kann?
In Ihrem Trainingsplan darf ein separates Beweglichkeitstraining nicht fehlen.

10 bis 20 Minuten an zwei Tagen die Woche oder eine kurze tägliche Routine von zwei bis drei Minuten Dauer sind schon völlig ausreichend. Das hört sich für den ein- oder anderen schon wieder viel an, aber wollen Sie etwas ändern? Es genügt nicht, nur die Gewohnheiten zu ändern, sondern auch die Einstellung.

Nur wenn Sie die Bewegung Ihrer bevorzugten Sportart optimal ausführen können, bleiben Sie auf Dauer von Verletzungen und Schmerzen verschont.

Mach‘ was Du willst

Besser formuliert hieße es: „Trainiere das, was Du erreichen möchtest“.
Klingt eigentlich logisch, aber zu oft siegt hier der innere Schweinehund und unsere Bequemlichkeit. Manchmal kann das Training, welches zu einem Ziel führen soll, auch unangenehm sein. Gerade wenn Sie an Ihre Grenzen gehen müssen. Aber diese finden Sie eben nur, wenn sie ausgereizt werden.

Möchten Sie schneller laufen? Dann müssen Sie auch schnell trainieren. Sie sollten regelmäßig ein paar Intervalle in Ihr Training einbauen, z. B. schnelle 200 bis 400m-Läufe auf der Bahn. Oder bauen Sie auf Ihrer Laufstrecke ab und zu ein paar Sprints ein.

Sie sind schnell an der konditionellen Grenze und möchten ausdauernder werden?
Ich empfehle Ihnen, längere Ausdauereinheiten mit moderater Intensität durchzuführen.
Je nach Leistungsniveau mind. 20 Minuten und dies langsam steigernd. Es bietet sich das Joggen oder Radfahren an, aber auch eine Schwimmeinheit oder zügiges Walken von 30 bis 60 Minuten sind sehr zielführend. Ich vertrete die Meinung, dass ein Mensch in der Lage sein sollte, 20 bis 30 Minuten locker joggen zu können. Dafür sind wir konzipiert, daran werden wir nicht sterben oder Schäden davon tragen. Wo stünde die Menschheit, wenn das unsere Vorfahren nicht gekonnt hätten?

Allen Anfängern gebe ich den Rat, moderat zu starten, mit kurzen Pausen während der Trainingseinheiten. Bitte holen Sie sich Rat bei einem/einer Fachmann/Fachfrau.

Zu guter Letzt das Thema Kraftzuwachs.
Wer zulegen will, muss auch mehr Gewichte stemmen. Punkt. Wenn Sie allerdings Ihre Kraftausdauer steigern möchten, dann ändert sich das Training dahingehend, dass Sie das Gewicht reduzieren und die Wiederholungszahl nach oben schrauben mit mind. 15 bis 20 Wiederholungen pro Satz.

Sind Ihnen auch schon Sportmythen begegnet? Finden Sie sich in einem der Themen wieder? Senden Sie mir Ihr Feedback und wir nehmen Ihren Mythos dann genau unter die Lupe. Bleiben Sie beweglich!


Sportliche Grüße

Ihr 

Andreas Wurm

Bildnachweise siehe Impressum

Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach*

© darkmoon 1968/pixabay

Oftmals ist es die Angst vorm Scheitern, was uns davon abhält, Neues zu wagen. Die Angst davor, belächelt zu werden. Doch gerade das ist es, woran wir wachsen. Wir sammeln die Erfahrungen, wie etwas nicht funktioniert. Und denken Sie immer daran: Die Menschen belächeln nicht Sie , sondern immer ihre eigenen Probleme! Ein kleines Beispiel gefällig?

Aussage: „Wie kann man bei dieser Hitze joggen gehen? Kein Wunder, wenn der einen Herzinfarkt bekommt!“
Nun meine Frage: Wie oft lesen Sie in der Zeitung, dass wieder ein Jogger gestorben ist? Genau, nie!Diese Person, die solch eine Aussage trifft, geht weder bei Hitze, Kälte, Regen oder sonst irgendwelchen Begebenheiten zum Sport.
Dieser Mensch wird immer eine Ausrede finden, etwas nicht zu tun. Solche Leute können es sich schlicht und einfach nicht vorstellen, dass Veränderung Spass machen kann.

Es ist also nicht wegen Ihnen, dass Sie belächelt werden, sondern wegen den Menschen selbst, von denen Sie belächelt werden!

Ein wichtiger Tipp, bevor Sie in die Umsetzung kommen: Umgeben Sie sich mit Menschen, die an Sie glauben, die Ihnen bei Ihrem Vorhaben helfen und zur Seite stehen. Sie brauchen niemanden, der Ihnen sagt, dass Sie das sowieso nicht schaffen. Think bigger! Denken Sie noch größer als der Rest der Welt! Und denken Sie vor allem positiv. Mit einer positiven Grundeinstellung fällt vieles leichter. 
Auf geht`s, ich helfe Ihnen, Ihre Grenzen zu verschieben.

Lassen Sie mich nun mit einer Wunschvorstellung aufräumen: Hinein- oder heraus-schleichen aus oder in eine Routine wird nicht funktionieren. Gewohnte Verhaltensmuster zu ändern bedürfen konsequenter Handlungen und Maßnahmen. „Ein bis zwei Mal die Woche ein Stück Kuchen oder ein Eis wird schon noch gehen. Der Dauerlauf, der auf meinem Trainingsplan steht, den kann ich ja auch morgen machen, da ist vielleicht das Wetter besser“ …Stopp!
Ich erinnere an meinen ersten Blog vom 19.06.2020: Triff eine Entscheidung und ziehe es durch! Ein bisschen schwanger gibt es schließlich auch nicht. Love it, change it or leave it.

Ich erlebe es sehr oft, dass Kunden mit der Bitte zu mir kommen, ihnen zu helfen, da sie aus dem Nichts einen Marathon laufen wollen, Gewicht reduzieren oder einfach mehr Mobilität und Stabilität erlangen möchten, ohne aber bisher jegliche Art von Sport, außer dem sehr lange zurückliegenden Schulsport, ausgeübt zu haben.
Genau hier ist aber der Punkt, an dem viele scheitern, weil die kurzfristigen Ziele einfach zu hoch gesteckt sind. Geduld ist das A und O. In 20 Minuten richten, was in 20 Jahren versäumt wurde, ist schlichtweg nicht möglich.

„Think bigger“ ist super und zeugt von einem guten Selbstvertrauen, aber der Zeitraum muss realistisch sein. Gerade deshalb ist die Unterstützung durch einen Profi eine gute Investition. Wie wäre es an dieser Stelle mit Personal Training? Ich verweise auf meine Umfrage, was Kunden an Personal Training schätzen. (Blog vom 04.07.2020)

Ich bevorzuge klare Worte. Als Personal Trainer verstehe ich es als meine Pflicht, den Menschen und meinen Kunden aufzuzeigen, was möglich und was (vorerst) Utopie ist. Etwas zu versprechen, was letztendlich zu einer Enttäuschung führen kann, ist die größte De-Motivation. Alles, was über das vereinbarte Etappenziel hinaus geht, unterstreicht den Erfolg und bestätigt die Willenskraft.

Aus diesem Grunde warne ich vor den sogenannten „Fitness-Mythen“. Wenn diese befolgt werden, lässt die Enttäuschung nicht lange auf sich warten. Sie schleichen sich in unsere Gedanken und versprechen geradezu Gigantisches. Seien Sie auf der Hut! Beachten Sie dazu den Hinweis am Ende dieses Beitrages.

Kleine Ziele sind der Schlüssel zum Erfolg, vor allem wenn Sie Sport und Bewegung nur aus dem TV kennen. Ich möchte Ihnen nun folgende Tipps an die Hand geben, um den Point of no return erfolgreich zu passieren, verbunden mit typischen Ausreden und wie Sie Ihre festgefahrenen Denkmuster überlisten:

Dokumentieren Sie, gerade am Anfang, Ihr Training und vor allem die Trainingserfolge! Notieren Sie Ihr Gewicht, schreiben Sie sich auf, wieviele Minuten Sie heute länger gelaufen oder gewalkt sind als noch vor einer Woche! Wieviele Kniebeugen, Liegestütze etc. standen in Ihrem Plan und was haben Sie gemeistert?
Dies alles ist zusätzliche Motivation. Lesen Sie Ihren Fortschritt schwarz auf weiss. Belohnen Sie sich! Bspw. mit einer neuen Sportausrüstung. Trendy im Wald ist immer noch besser als gar nicht im Wald… 

„Laufen ist nichts für mich“ 
Laufen ist die einfachste und günstigste Weise, sich (fort) zu bewegen. Tür auf und los, egal wo Sie wohnen. Alles was Sie benötigen sind ein paar Laufschuhe. Der angenehme Nebeneffekt lässt ebenfalls nicht lange auf sich warten, denn Laufen ist der Kalorien-Burner schlechthin. Vor allem in der Kürze der Zeit gibt es wenig Vergleichbares. Um die gleiche Anzahl an Kalorien zu verbrennen, die Sie bei einer 30 minütigen Laufeinheit verschleudern, sind schon 60 Minuten Radfahren oder 90 – 100 Minuten strammes Walken notwendig. Ausserdem eignet sich der Sport an der frischen Luft hervorragend dazu, die Psyche zu entlasten. Erlebtes aus dem beruflichen sowie sozialen Umfeld wird verarbeitet, es werden Lösungen gefunden. Wie oft bin ich schon nach einem Lauf nach Hause gekommen und habe meiner Frau von neuen Ideen oder Einfällen erzählt, welche mir schon tage- oder wochenlang durch den Kopf gegeistert sind.Sollten Sie allerdings beim Walken/Laufen Schmerzen verspüren, kann dies viele Ursachen haben (Schuhwerk, Laufstil, muskuläre Defizite). Hier ist es ebenfalls ratsam, sich die Hilfe eines Fachmannes ins Boot zu holen.

„Ich wollte 10km laufen und schaffte nicht einmal zwei
Wieso gleich 10km? Wieso eigentlich immer gleich eine bestimmte Streckenlänge? Wieviel sind Sie gestern gelaufen? Oder vor einer Woche oder vor einem Monat? Null? Dann sind doch fünf Minuten schon einmal mehr als bisher. Wen interessieren schon Kilometer. Und das nächste Mal gehen vielleicht sieben Minuten und irgendwann 15 und mehr. Kleine Ziele, die erreichbar sind, motivieren. Führen Sie sich immer wieder vor Augen, was war, von welcher Ausgangssituation Sie gestartet sind. Sie befinden sich in einem neuen Leben!

„Ich war auf einem Geburtstag eingeladen, da kann man doch eine Ausnahme machen
NEIN! Kann man nicht. Gerade am Anfang muss der neue Weg eingehalten werden. Mind. 50% des neuen Lebensstils spielen sich nur im Kopf ab. Oder haben Sie um 23:00 Uhr tatsächlich noch das Verlangen nach einem Stück Torte? Ist es auf einer Familienfeier nicht eher der Gruppenzwang? 

Ebenso das Argument des All-Inclusive Urlaubs. Wenn`s im Preis „drinne“ ist, na dann muss „reingeschaufelt“ werden. Für mich der größte Schwachsinn. Oder essen Sie das morgens zu Hause auch? Bratwürste mit Bohnen zum Frühstück? 5 Mahlzeiten am Tag inklusive Vor- und Nachspeise? Raubbau am eigenen Körper nur weil es nichts kostet? Puh, damit habe ich so meine Schwierigkeiten und trainiere dies meinen Kunden aus. Fitness, Gesundheit und Anstand sind Tugenden.

„Ins Fitnessstudio gehe ich morgen
Meine Meinung ist, dass mindestens die Hälfte aller Anmeldungen in einem Studio Alibianmeldungen sind. Zu wissen, Sie können jederzeit hingehen, ist beruhigend. Zu beruhigend. Im Vergleich zum Personal Training besteht hier ein vereinbarter Termin, was die Angelegenheit schon verbindlicher gestaltet.

„Das Wetter ist heute nix
Hm, da wird`s in unseren Gefilden schon schwer. Bei uns sind die Winter eben nass und dunkel, die Sommer heiß und trocken, der Herbst windig. Die Ausrede mit dem Wetter ist die schlechteste von allen! Und dass Sie sich erkälten, wenn Sie bei Regen draußen Sport treiben, ist ein Mythos. Sonst wären ja alle Sportler Dauerkrank. Ganz im Gegenteil, Sie stärken zusätzlich Ihr Immunsystem und sind dadurch gegen die ein- oder andere Erkältung gefeit. 

Apropos Mythos: Ein oftmals unbeachtetes Hindernis zum Erfolg sind die sogenannten „Fitness Mythen“. Thesen, die Sie irgendwo einmal aufgeschnappt haben, es aber keine handfesten Beweise dafür gibt: Binnen einer Woche zur Strandfigur oder innerhalb kürzester Zeit das Fett wegschmelzen lassen? Oder die Mär vom verkürzten Muskel? 

Die schonungslose Aufklärung darüber erfolgt in meinem nächsten Blog Anfang September. Seien Sie gespannt…

Zum Ende noch ein Hinweis: Bestimmt haben Sie sich schon gefragt, wie oft Sie sich in der Woche bewegen müssen, damit es etwas bewirkt. Dies kommt natürlich auf die Intensität und Dauer an, mit der Sie die Sache betreiben. Aber wir Otto Normalverbraucher können uns an folgender Regel orientieren:
Ein Mal ist keinmal, bei zwei Mal pro Woche wird der Level gehalten, alles was darüber hinaus geht fördert die Weiterentwicklung.
Betreiben Sie es vor allem regelmäßig. Bauen Sie feste Zeiten und Tage in Ihren Wochenplan ein. Aber denken Sie bitte auch an die lohnende Pause und vermeiden Sie in den ersten Wochen ein Übertraining, bis sich Ihr Organismus an die neue Belastung gewöhnt hat. Sie vermeiden dadurch Verletzungen. Holen Sie sich professionellen Rat!

Ich drücke Ihnen alle Daumen für Ihre erfolgreiche Umsetzung. Scheuen Sie sich nicht, mir Ihre Fragen zu stellen.

Sportliche Grüße, 
Ihr Andreas Wurm

*Zitat aus dem neuen Testament – Evangelium nach Matthäus

Raus aus der Komfortzone!

„Wer nichts ändern will, für den ist die Opferrolle die beste Strategie“…dieses Zitat von Suzanne Grieger-Langer , besser bekannt als Profiler Suzanne, bringt es genau auf den Punkt.
Ohne das Verlassen der persönlichen Komfortzone wird auch keine Veränderung eintreten. Und dies trifft auf viele Bereiche im Leben zu. Wer auf Veränderung hofft, ohne etwas dafür zu tun, ist genauso, als würde man auf einen Lottogewinn warten, ohne aber Lotto zu spielen.
Wie Sie aus Ihrer Komfortzone heraus und in die Umsetzung kommen, sich zu mehr Sport und Bewegung motivieren, welche kleinen Kniffs und Tricks es dafür gibt und wie Sie Ihre innere Stimme überlisten, erfahren Sie in meinem nächsten Beitrag #wollenreichtnicht. Aber Vorsicht, Sie müssen bereit für Veränderung sein!

Personal Training – der effektive Begleiter für Ihr Vorhaben.

Kundenumfrage FROCK® TRAINING

Einer Umfrage zufolge schätzen viele meiner Kunden, dass mit Personal Training die individuellen Ziele effektiv und effizient erreicht werden. Interessant: Bei den unter 30-Jährigen sind die Aspekte Fitness und die Flexibilität, das Training an die aktuelle Tagesform und an die sich kurzfristig ändernden Ziele anpassen zu können, von größerer Bedeutung. Trotzdem ist es der Wunsch vieler, ihre Mobilität zu fördern und bis ins hohe Alter zu bewahren. Bleiben Sie beweglich!

Regel Nr. 1: Suche etwas, das Dir Spass macht!

©Michelle Patrick/Getty Images

Wenn Sie die Entscheidung getroffen haben, sich mehr zu bewegen, Sport zu treiben oder Ihren Lebensstil zu ändern, alte Routinen aufzugeben, dann suchen Sie etwas, das Spaß macht! Weil dann die Wahrscheinlichkeit relativ hoch ist, dass Sie es durchziehen. Es gibt kein Ausbrennen von etwas, was einem Spaß macht! Also, entscheiden Sie wohl überlegt und ziehen es durch!